FAQ

Wo kann ich Medifilme® beziehen?

Grundsätzlich kann jede Schweizer Apotheke Medikamente in Medifilme® verpacken lassen. Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine Mail, wenn Sie Ihre Medikamente gerne in einem Medifilm® erhalten würden und noch nicht wissen, wo Sie diese beziehen können.

Kann ich Medifilme® direkt bei der Medifilm AG beziehen?

Die Medifilm AG beliefert nur Apotheken.

 

Heime oder Vollzugsanstalten können direkt beliefert werden, wenn sie den Status als Klinik haben oder eine von einem Apotheker betreute Apotheke betreiben.

Wie müssen Medifilme®  aufbewahrt werden?

Medifilme® müssen bei 15 bis 25° C und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahrt werden.

Wer bezahlt den Medifilm®?

Medifilme® für Privatkunden in Apotheken werden in der Regel über die Grundversicherung der Krankenkasse bezahlt.

(20 Taxpunkte für Compliance-Pauschale pro Woche. Ein Teil dieser Pauschale bleibt der Apotheke für die Eingabe und Verwaltung der Patientendaten, der andere Teil dieser Pauschale wird zur Deckung der Produktionskosten verwendet.)

 

Für Patienten in Alters- und Pflegeheimen übernimmt in der Regel die Institution die Verpackungskosten, da die Ersparnis aus der Rationalisierung durch die Anwendung von Medifilmen® erheblich ist.

Wie kann ich die Verfalldaten der Medikamente kontrollieren?

Sie müssen keine Verfalldaten kontrollieren! Auf jedem Beutel ist aufgedruckt, wann dieser konsumiert werden soll.

Was kann ich tun, wenn ich eine Tablette verloren habe?

Sie entnehmen die Tablette dem letzten Filmtag und passen die nächste Bestellung neu an.

Wem gehören die Patientendaten?

Die Daten gehören der Apotheke, welche die Daten verschlüsselt (analog zum Online-Banking) erfasst hat. Wenn es der Patient wünscht, kann er in seiner Apotheke jederzeit einen Ausdruck seiner Daten verlangen.

 

Die Übertragung der Daten von einer Apotheke an eine andere ist nicht möglich.

Die Einsichtnahme in Daten anderer Personen ist nicht möglich.

 

Nimmt die Medifilm AG dem Pflegepersonal oder der Spitex die Arbeit weg?

Nein. Die Medifilm AG übernimmt lediglich das Portionieren der Medikamente. Nur die Routinearbeit wird von Maschinen ausgeführt.

Was geschieht, wenn eine Charge zurückgerufen wird?

Die Medifilm AG erfasst alle Chargen - Nummern. Werden bestimmte Chargen von Medikamenten zurückgerufen, kann der Apotheker seine Patienten, die betroffen sind, umgehend informieren.

Wo ist der Beipackzettel?

Er ist im Internet verfügbar auf www.compendium.ch. Dort können Sie den Namen des Medikamentes eingeben und die Fachinformation (Kompendiums-Text) oder die Patienten-Information (Beipackzettel) einsehen.

Bei Bedarf wird der Beipackzettel von uns oder der abgebenden Apotheke ausgedruckt zur Verfügung gestellt.

 

Beeinflusst der Medifilm®  die Einstufung nach BESA oder RAI/RUG?

Nein. Die Einstufung BESA 8.2.: Behandlungen und Pflegemassnahmen "Vorbereitung, Abgabe und Kontrolle der Medikamentenabgabe durch die Mitarbeitenden" oder RAI/RUG: P1T: "Spezielle  Behandlungen" bleibt unverändert.

Der Medifilm®  betrifft lediglich die Medikamentenbewirtschaftung, welche im Auftrag des Heimes zentral erledigt wird und in den Grundleistungen inbegriffen ist.

Ist die Medikamentenabgabe im Medifilm® auch für Ausbildungsbetriebe geeignet?

Ja. Die Anforderungen verändern sich. Die manuelle Routinearbeit entfällt und die anspruchsvolle Kopfarbeit erhält mehr Raum. Aus dem ‹Medi richten› entwickelt sich eine umfassende Datenpflege. Die Pflegepersonen in Ausbildung lernen die pflegerischen Daten zu dokumentieren und zu bearbeiten. Sie setzen die im Pflegefeld vorhandenen Informatikprogramme ein und lernen durch eine offene Sichtweise Synergien mit benachbarten Disziplinen zu nutzen.

Die leeren Beutel werden mit dem üblichen Abfall entsorgt. Ist der Datenschutz gewährleistet?

Der Ursprung der Frage kommt aus Deutschland. Dort wird ein Teil des Hauskehrichts auf Deponien entsorgt. Das kann dazu führen, dass plötzlich Beutel mit Patientendaten auf der Müllhalde auftauchen...

 

In der Schweiz wird der Kehricht verbrannt.

 

Wenn die leeren Beutel dem Hauskehricht des Heims mitgegeben werden, findet eine Untermischung mit anderen (wenig appetitlichen) Abfällen statt. Falls das Heim Kehrichtcontainer verwendet, verhindern diese, dass die Kehrichtsäcke von Tieren aufgerissen werden. Anschliessend wird der Kehricht in die Kehrichtwagen gekippt, dort gepresst und in die Kehrichtverbrennung überführt. Die zufällige Verteilung von Medikamentenbeuteln ist daher ausgeschlossen.

 

Somit wären die Daten sicher vernichtet und unser Problem in CO2 aufgelöst.

Ein Medifilm®  wird nicht mehr gebraucht. Er enthält Betäubungsmittel - wie entsorge ich ihn korrekt?

Das Heim retourniert den betroffenen Film zur Entsorgung an die beliefernde Apotheke.

 

Medifilme®, die Betäubungsmittel enthalten, übergibt die Apotheke als Ganzes dem Kantonsapotheker (Sitzkanton der Apotheke). Die Tabletten sollen nicht aus dem Medifilm entfernt werden, da sonst die Identität der Tabletten verloren geht.

 

Auf dem Lieferschein muss die Bezeichnung und die Anzahl der verpackten Betäubungsmittel vermerkt werden.

 

Diese Retouren sollen wie andere Kundenretouren behandelt werden, die nicht in der Betäubungsmittelkontrolle der Apotheke enthalten waren.

Verpackt die Medifilm AG auch Medikamente aus dem Ausland?

Aus rechtlichen Gründen darf die Medifilm AG nur Medikamente die in der Schweiz registriert sind verpacken.

Wie wird die Sicherheit der Daten gewährleitet?

Die Systeme erfüllen die Anforderungen gemäss §235.1 Art. 7 des Datenschutzgesetzes. 
Der Zugriff auf das Webportal der Medifilm ist per SSL verschlüsselt. Damit ist der Datenverkehr auf dem Weg von ihrem Browser zu den Servern der Medifilm von Dritten nicht einsehbar. Der Login erfolgt mit einer individuellen Kombination aus Nutzername und Passwort. Der Nutzer hat nur die explizit an ihn vergebenen Berechtigungen um seine Aufgaben zu erfüllen. In periodisch kurzen Abständen werden Backups der Server-Systeme angefertigt um im Falle eines Problems die Daten umgehend wieder herstellen zu können.

Datenschutz beim Versand des Medikamentenblattes

Das Medikamentenblatt wird auf den Servern der Medifilm AG mit einem Passwortschutz verschlüsselt und anschliessend den hinterlegten Empfängern zugestellt.

Damit ist sichergestellt, dass die Medikamentenblätter nur von dazu berechtigten Personen eingesehen werden können.

 

Dürfen Betäubungsmittel im Medifilm® verpackt werden?

Ja! Der Weg der Betäubungsmittel im Medifilm® ist sicher und nachvollziehbar. Niemand kann Tabletten aus den Beuteln entfernen ohne dabei Spuren zu hinterlassen. 
Die Betäubungsmittelabrechnung erfolgt tablettengenau und kann vom Portal der Medifilm AG heruntergeladen werden. Für die im Medifilm® bestellten Betäubungsmittel sind keine zusätzlichen Kontrolldokumente notwendig.

Voraussetzung ist, dass die Medifilme® bis zur Abgabe unter Verschluss gelagert werden.

Die Menge der in Heimen gelagerten Betäubungsmittel wird drastisch reduziert. Das spart viel Arbeit gegenüber der Entnahme aus Packungen.